DATENSCHUTZ-FOLGENABSCHÄTZUNG (Art. 35 DSGVO) — VORLAGE Verarbeitung: Entgeltanalyse und Entgeltbericht nach der Richtlinie (EU) 2023/970 mit Lohngleich Stand der Vorlage: 27.08.2026. Diese Vorlage ist auf den Einsatz von Lohngleich (lohngleich.de) zugeschnitten. Die kursiv beschriebenen Stellen [in eckigen Klammern] füllt das verantwortliche Unternehmen aus. Die Vorlage ersetzt keine Rechtsberatung; Datenschutzbeauftragte/r ist nach Art. 35 Abs. 2 DSGVO zu Rate zu ziehen. ------------------------------------------------------------------------ 1. VERANTWORTLICHER UND BETEILIGTE Verantwortlicher: [Firma, Anschrift] Datenschutzbeauftragte/r: [Name, Kontakt] — beteiligt am: [Datum] Fachbereich: [HR / Personal] Auftragsverarbeiter: Atemis GmbH (Lohngleich), Vertrag nach Art. 28 DSGVO (Bestandteil der AGB, abrufbar unter lohngleich.de/agb) Arbeitnehmervertretung: [Betriebsrat beteiligt am … / Betriebsvereinbarung vom …] 2. BESCHREIBUNG DER VERARBEITUNG (Art. 35 Abs. 7 lit. a) Zweck: Erfüllung der Pflichten aus der Richtlinie (EU) 2023/970 und dem Entgelttransparenzgesetz: Berechnung der Entgeltkennzahlen (Art. 9 Abs. 1 lit. a–g), Bildung von Gruppen gleichwertiger Arbeit (Art. 4), Beantwortung von Auskunftsverlangen (Art. 7), Dokumentation von Begründungen (Art. 10), ergänzend die bereinigte Entgeltanalyse (Regression nach Logib-Verfahren). Datenkategorien (je Beschäftigtem, pseudonymisiert): - Personalnummer (Pseudonym; die Auflösungstabelle verbleibt beim Verantwortlichen) - Geschlecht, Geburtsjahr, Eintrittsdatum, Beschäftigungsmonate im Berichtsjahr - vertragliche Wochenarbeitszeit, betriebsübliche Vollzeit - Grundentgelt und variable/ergänzende Bestandteile (Jahresbeträge brutto) - Tätigkeitsbezeichnung, ggf. Vergleichsgruppe/Tarifgruppe, Führungsebene, Anforderungsniveau, Ausbildung, Abteilung, Standort, Gesellschaft Ausdrücklich NICHT verarbeitet: Namen, Adressen, Bankdaten, Sozialversicherungs- nummern, besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO. Betroffene: Beschäftigte des Verantwortlichen ([Anzahl] Personen). Ablauf: Export aus dem Lohnsystem ohne Namen → verschlüsselte Übertragung (TLS) → Berechnung → verschlüsselte Speicherung der Rohdaten (AES, Server in Deutschland) → Bericht (PDF/Excel) → automatische Löschung der Rohdaten nach 90 Tagen oder sofort auf Veranlassung des Verantwortlichen; aggregierte Kennzahlen ohne Personenbezug bleiben für die Vierjahres-Rückschau (Art. 9 Abs. 9) erhalten. Für die KI-gestützte Tätigkeitsbewertung werden ausschließlich Tätigkeitsbezeichnungen (ggf. Abteilung/Ebene) verarbeitet — niemals Entgelte, Geschlecht oder Personalnummern. 3. RECHTSGRUNDLAGE UND ERFORDERLICHKEIT (Art. 35 Abs. 7 lit. b) Rechtsgrundlagen: Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO i. V. m. den Pflichten aus der Richtlinie (EU) 2023/970 bzw. dem EntgTranspG; bis zum deutschen Umsetzungsgesetz ergänzend § 26 BDSG und Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse: Vorbereitung gesetzlicher Berichtspflichten, Herstellung von Entgeltgleichheit). Zweckbindung nach Art. 12 Abs. 2 der Richtlinie: Nutzung ausschließlich zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit; keine Verwendung für Leistungs- oder Verhaltensbewertung oder personelle Einzelmaßnahmen. Erforderlichkeit/Verhältnismäßigkeit: Die Kennzahlen sind ohne die genannten Daten nicht berechenbar. Datenminimierung ist umgesetzt (keine Namen, nur erforderliche Felder, feste Löschfristen). Mildere Mittel (rein manuelle Auswertung) böten kein geringeres Risiko, sondern mehr Kopien und Zugriffe. 4. RISIKEN FÜR DIE BETROFFENEN (Art. 35 Abs. 7 lit. c) R1 Wiederidentifizierung trotz Pseudonymisierung, insbesondere in kleinen Gruppen (z. B. einzige weibliche Führungskraft). Risiko: mittel R2 Unbefugter Zugriff auf Entgeltdaten (Übertragung/Speicher). Risiko: mittel R3 Zweckänderung (Nutzung der Analyse für Personalentscheide). Risiko: gering R4 Fehlerhafte Kennzahlen mit Folgewirkung (falsche Auskünfte, unbegründete Verdachtslage). Risiko: gering 5. ABHILFEMASSNAHMEN (Art. 35 Abs. 7 lit. d) Zu R1: Keine Namen im System; Sechs-Personen-Regel (§ 12 Abs. 3 EntgTranspG): Auskünfte nur bei mindestens sechs Personen je Geschlecht in der Gruppe, kleine Gruppen im Bericht gekennzeichnet; Ergebnisse kleiner Gruppen werden nicht breit kommuniziert. Zu R2: TLS-Übertragung; Speicherung AES-verschlüsselt auf Servern in Deutschland (Hetzner, Nürnberg); Zugriff nur für benannte Rollen ([Rollen eintragen]); Anmeldebremse und Sitzungsschutz; tägliche verschlüsselte Sicherungen; Löschung der Rohdaten nach 90 Tagen oder sofort. Zu R3: Zweckbindungsklausel (Art. 12 Abs. 2 der Richtlinie), Verwertungsverbot in der Betriebsvereinbarung ([Datum]); Ereignisprotokoll der Zugriffe. Zu R4: Offengelegte Methodik (lohngleich.de/methodik), Kennzahlen gegen handgerechnete Referenzdatensätze getestet; jede Tätigkeitsbewertung mit Begründung ausgewiesen und durch den Verantwortlichen änderbar. 6. BEWERTUNG UND ERGEBNIS Nach Umsetzung der Maßnahmen verbleibt ein [geringes] Restrisiko. Die Verarbeitung ist verhältnismäßig und kann durchgeführt werden. Eine Konsultation der Aufsichtsbehörde nach Art. 36 DSGVO ist [nicht] erforderlich. Ort, Datum: ____________________ Verantwortlicher: ____________________ Datenschutzbeauftragte/r (Stellungnahme nach Art. 35 Abs. 2): ____________ 7. ÜBERPRÜFUNG Diese DSFA wird überprüft bei: Änderung des Datenumfangs, neuen Verarbeitungszwecken, Wechsel des Auftragsverarbeiters, Inkrafttreten des deutschen Umsetzungsgesetzes — spätestens nach [12] Monaten.